Schifferstadter Tagblatt:

Jahreskonzert des MGV „Klein-Schifferstadt“ begeisterte Publikum

Über 100 Mitwirkende präsentierten am Samstagabend „Musik fürs Ohr“

 

Das jüngste Konzert des MGV „Klein-Schifferstadt“ am Samstagabend im Paul-von-Denis-Schulzentrum unter dem Motto „Musik fürs Ohr“ hat gezeigt, dass das angestrebte Konzept von Musikdirektor Rainer Diehl aufgegangen ist. Denn dem 49-jährigen gebürtigen Iggelheimer, der im Januar 2003 den Dirigentenstab von seinem Vater Norbert Diehl übernahm, ist es gelungen, dem Männer- und Frauen sowie natürlich dem modernen Chor „Inspiration“ mit der modernen Schiene des Chorgesangs bestens zu machen und damit zu begeistern. Rainer Diehl hatte dabei alle musikalischen Fäden routiniert in der Hand und zeigte sich als präsenter und kompetenter Chorleiter, der den Sängerinnen und Sängern keinen Einsatz schuldig blieb.

Eröffnet wurde das Programm von ihrem, wenn auch krankheitsbedingt etwas reduzierten aber dennoch wohltönenden Männerchor mit dem rhythmisch exakt gesungenen Lied „Schenk mir noch eine Stunde“ , das sogleich für gute Stimmung sorgte. Als daraufhin das bekannte „Pigalle, Pigalle“, bekannt durch Bill Ramsey erklang, in dessen Verlauf auch noch Taktwechsel von den Sängern problemlos gemeistert wurde, gab es bereits die ersten „Bravo-Rufe“. Herrlich anzuhören auch das Howard-Carpendale-Hit-Medley mit den bekannten Schlagern „Hello Again“, „Fremde oder Freunde“, „Deine Spuren im Sand“ und „Tür an Tür mit Alice“, das der Männerchor mit spür- und hörbarer Begeisterung sang.

Schwungvoll begann der Frauenchor mit dem Titel „Es war einmal ein Jäger“ mit Katja Ebstein, dem sie eine schöne Interpretation von „Wunder gibt es immer wieder“ folgen ließen. „Für alle“ sangen sie gefühlvoll in dem Lied der Schlagersängerin und Textschreiberin Hanne Haller. Flott dargeboten wurden auch die Schlager „Lass die Sonne in dein Herz“ und „Amarillo“, alles bekannte Lieder, die sogar dazu animierten, an der einen oder anderen Stelle mit zu summen oder mit zu wippen.

Auch der moderne Chor „Inspiration“ machte seinem Namen alle Ehre: Denn mit „power“ stellten sie „Make them hear you“ aus „Ragtime“ und  eine besonders rhythmische Interpretation von „Hinterm Horizont“ vor, bei dem sich auch „undercover“ ein Udo Lindenberg auf die Bühne schlich. Ihr musikalisches Können stellten sie auch mit einem Abba-Medley unter Beweis, in dem die großen Hits „Mamma Mia“, „I have a dream“, „Dancing Queen“ und „Thank you fort he musik“ erklangen.

Eine glückliche Hand hatte Musikdirektor Rainer Diehl aber auch mit der Verpflichtung des Bass-Baritons Frank Häser von den Mainzer Hofsängern bewiesen, der das Publikum gleich beim ersten Ton in seinen Bann zog und mit blitzsauberer Artikulation und großer Stimme bestach. So wünschte er sich stimmgewaltig und mit einer enormen Portion Schauspieltalent „Wenn ich einmal der Herrgott wär“, um dann in einer seelenvollen Version von „Ol‘ man river“ aus „Show Boat“ und einem wunderbaren tiefen Bass zu brillieren. Einen herrlichen und überzeugenden „Milchmann“ aus „Anatevka“ gab er in „Wenn ich einmal reich wär“ ab, entpuppte sich aber auch als „Frank-Sinatra-Spezialist“ mit dem Welthit „My Way“ - „So leb dein Leben“. Sehr gefühlvoll sang Frank Häser „Das ist dein Tag“ von Udo Jürgens und „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley sowie auf Wunsch das Lied „ You Raise Me Up“, das in England als zeitgenössisches Kirchenlied in Gottesdiensten Einzug gehalten hat.

Großen Anteil am Konzert hatte auch Pianist Andreas Leuck, musikalischer Leiter und stellvertretender Leiter der „Mainzer Hofsänger“, der nicht nur ein exzellenter, stilsicherer und einfühlsamer Liedbegleiter der Chöre war sondern auch mit eigenen „Klavierimpressionen a la Leuck“ begeisterte. Seit zehn Jahren kommt der sympathische 47-jährige inzwischen nach Schifferstadt, um die Konzerte des MGV „Klein-Schifferstadt“ instrumental zu bereichern. Großes Lob gebührt auch dem 14-jährigen Lukas Neff, der das ganze Konzertprogramm auf dem Schlagzeug mit großem Gespür für Rhythmik mit dem passenden „Drumming“ begleitete

Einen impossanten Eindruck erhielten die Konzertbesucher beim zweimaligen Gesamtauftritt aller Chöre: Bei der hervorragenden Darbietung „Die Schöne und das Biest“ aus dem gleichnamigen Musical und dem stimmgewaltigen „verlorenen Paradies“ von den Zillertaler Schürzenjägern, das zusätzlich von der 17-jährigen Kim Witte auf der Querflöte virtuos begleitet wurde.

Für den langanhaltenden Beifall bedankten sich die über 100 Sängerinnen und Sänger mit dem Stärke ausstrahlenden Lied des Volkes aus dem Musical „Les Misérables“ und dem  geistlichen Lied „Herr es wird Abend“ nach einem Satz von Manfred Bühler.

(Mit freundlicher Genehmigung von Inge Schade - Vielen Dank)

 

   

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